Kosten der 24-Stunden Pflege und Förderung durch die Pflegekassen

Ihr Eigenanteil an den Kosten einer polnischen Pflegekraft hängt von verschiedenen Faktoren ab. Allen voran dem Pflegegrad des Betreuungsbedürftigen und den Zuschüssen der Pflegekasse die ihm zustehen.

Weiteren Einfluss auf die Kosten hat das Sprachlevel ihrer Pflegekraft sowie die bisherige Berufserfahrung.

Und nicht zuletzt Ihr ganz individueller Betreuungs- oder Pflegebedarf. Hauswirtschaftliche Tätigkeiten fallen geringer ins Gewicht als Tätigkeiten der leichten oder gar intenssiven Grundpflege.

Gerne beraten wir Sie und stellen Ihren individuellen Bedarf fest – ganz unverbindlich und kostenfrei.

Kosten der 24 Stunden Pflege – Finanzielle Förderung durch Ihre Pflegekassen

Die Kosten für eine osteuropäische Pflegekraft tragen Sie nicht alleine denn die Pflegekasse unterstützt Sie.

Welchen Eigenanteil Sie an den Kosten tragen hängt von Ihrem Betreuungsbedarf und von Ihren Wünschen ab, z. B. das Niveau der Deutschkenntnisse, Mobilität, Pflegegrad und den damit verbundenen Aufgaben der Grundpflege sowie den Tätigkeiten im Haushalt.

Unser Angebot versteht sich inklusive Steuern, Sozialabgaben für die Kranken-, Unfall-, Rentenversicherung und Agenturgebühren.

Hinzu kommen einmalig 75 Euro für die Anreise und 75 Euro für die Abreise, sowie Zuschläge für Feiertage.

Beispielrechnung: Monatliche Kosten bei einer 24 Stunden Pflege mit polnischer Pflegekraft

Beispiel-Rechnung bei Pflegegrad 3

24-Stunden-Betreuung mit Haushaltsführung und Grundpflege durch eine Betreuungskraft mit befriedigenden Deutschkenntnissen.

  • Pflegeerfahrung: 1-2 Jahre (in Deutschland)
  • Deutschkenntnisse: befriedigend
  • Monatliche Kosten: 1.950€
Pflegegrad 3
Bruttokosten der Pflegekraft 1950 Euro
abzüglich Pflegegeld -545 Euro
abzüglich Verhinderungspflege (1.612 Euro pro Jahr) -134 Euro
abzüglich Steuervorteile (max. 4.000 Euro pro Jahr) -333 Euro
Ihr verbleibender Eigenanteil 938 Euro

Finden Sie die optimal passende 24-Stunden-Pflegekraft

Betreuerin finden

Pflegegrade und Pflegegeld – welche Zuschüsse stehen Ihnen zu?

Pflegegeld erhalten Sie von der Pflegekasse für einen Angehörigen, der zuhause gepflegt oder im Alltag unterstützt wird – entweder von Mitgliedern seiner eigenen Familie, von Freunden oder Nachbarn, oder aber von einer Betreuungskraft, die mit der Pflege beauftragt wird.

Was viele nicht wissen: finanzielle Hilfen stehen Ihnen auch schon bei geringen Einschränkungen zu, zum Beispiel wenn Ihr Angehöriger seine Einkäufe nicht mehr alleine tragen kann. Die Höhe des Pflegegeldes richtet sich dabei nach dem Pflegegrad. Es gibt fünf Abstufungen; je höher der Pflegegrad, desto höher sind die Zuschüsse, die Sie bzw. die zu pflegende Person erhalten. Pflegegeld ist grundsätzlich nicht zweckgebunden und Sie müssen es auch nicht versteuern.

Wer hat Anspruch auf Pflegegeld?

Einen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben alle Personen, die in den vergangenen zehn Jahren mindestens zwei Jahre pflegeversichert waren und voraussichtlich für mehr als sechs Monate regelmäßig Hilfe benötigen. Eine Familienversicherung zählt auch. (Bei plötzlicher Krankheit oder Unfall und damit verbundener vorübergehender Pflege sind Kranken- oder Unfallkassen zuständig.)

Nach Antragseingang hat die Versicherung 25 Arbeitstage Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. In dringenden Fällen, etwa wenn der Betroffene im Krankenhaus liegt und die weitere Versorgung zu organisieren ist, muss die Kasse binnen einer Woche entscheiden. In dieser Zeit lohnt es sich bereits, Quittungen für Pflegeleistungen aufzuheben, denn die Kasse zahlt später rückwirkend ab dem Datum der formlosen Antragstellung. Schafft sie es nicht, fristgerecht eine Entscheidung mitzuteilen, muss die Kasse dem Antragsteller pro Woche Verspätung pauschal 70 Euro zahlen.

Alles Wissenswerte rund um das Thema Pflegegrade finden Sie auf folgender Themenseite:

weiter

Übersicht der Zuschüsse pro Pflegegrad

Es gibt verschiedene Zuschüsse, die Sie bei der Pflegekasse beantragen können, um die häusliche Pflege Ihres Angehörigen zu refinanzieren. Zum einen erhalten Sie monatliche Fixbeträge je nach Pflegegrad (das Pflegegeld), zum anderen stehen Ihnen auch noch weitere Zuschüsse für die Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege zu, aber zum Beispiel auch für Umbaumaßnahmen und Hilfsmittel.

Jeder Person mit Pflegegrad werden Pflegehilfsmittel im Wert von 40€ pro Monat gewährt, außerdem zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro einmalig für Maßnahmen der barrierefreien Wohnraumanpassung. Wenn sich der Hilfebedarf (und damit der Pflegegrad) ändert und neue Maßnahmen erforderlich sind, gewährt es diesen Zuschuss ggf. erneut.

Leistungen Turnus Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5 SGB XI
Pflegesachleistung monatlich 0 € 689 € 1.298 € 1.612 € 1.995 € § 36
Pflegegeld monatlich 0 € 316 € 545 € 728 € 901 € § 37
Tages-und Nachtpflege monatlich 0 € 689 € 1.298 € 1.612 € 1.995 € § 41
Entlastungsbetrag monatlich 125 € 125 € 125 € 125 € 125 € § 45b
Verhinderungspflege jährlich 0 € 1.612 € 1.612 € 1.612 € 1.612 € § 39
Verhinderungspflege inklusive Aufstockung Kurzzeitpflege jährlich 0 € 2.418 € 2.418 € 2.418 € 2.418 € § 39
Kurzzeitpflege jährlich 0 € 1.612 € 1.612 € 1.612 € 1.612 € § 42
Kurzzeitpflege inklusive Aufstockung Verhinderungspflege jährlich 0 € 3.224 € 3.224 € 3.224 € 3.224 € § 42
Kombinationsleistung nicht möglich möglich möglich möglich möglich § 38
Umwandlung 40 % ambulanter Sachleistungsbetrag nicht möglich möglich möglich möglich möglich § 45a
Pflegehilfsmittel monatlich 40 € 40 € 40 € 40 € 40 € § 40 Absatz 2
Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen je Maßnahmen je Maßnahme 4.000 € 4.000 € 4.000 € 4.000 € 4.000 € § 40 Abs. 4

Besonderheiten bei Pflegegrad 1

Beim geringsten Pflegegrad, dem Pflegegrad 1, sind die Zuschüsse an Betreuungs- und Entlastungsleistungen durch qualifizierte Pflegekräfte gebunden, beispielsweise von einem ambulanten Pflegedienst. Das heißt, dass Sie erst ab Pflegegrad 2 das Pflegegeld dazu verwenden können, eine polnische Pflegekraft zu bezahlen.

Folgende Leistungen in der häuslichen Pflege können aber auch bei Pflegegrad 1 abgerechnet werden:

  • Kosten für einen Alltagsbegleiter
  • Inanspruchnahme von teilstationären Pflegeleistungen
  • Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes für die Grundpflege

Weitere Leistungen

Zusätzlich zu den monatlichen Zuschüssen der Pflegekasse können Sie weitere Leistungen nach Bedarf erhalten, beispielsweise bei Inanspruchnahme einer Einrichtung zur Tages- oder Nachtpflege. Die entsprechenden Beträge finden Sie in der folgenden Tabelle:

Leistungen Turnus Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5 SGB XI
Tages-und Nachtpflege monatlich 0 € 689 € 1.298 € 1.612 € 1.995 € § 41
Zusätzliche Leistungen in ambulant betreuten Wohngruppen monatlich 214 € 214 € 214 € 214 € 214 € § 38a
Pflegehilfsmittel monatlich 40 € 40 € 40 € 40 € 40 € § 40 Absatz 2
Pflege in vollstationären Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen monatlich 0 € 266 € 266 € 266 € 266 € § 43a

Eine Übersicht über alle Finanzierungshilfen und Leistungen Ihrer Pflegekasse und Krankenkasse finden sie auf unserer Themenseite:

Alle Leistungen

Weitere Finanzhilfen aus der Pflegekasse

Ab dem Pflegegrad 2 können Sie weitere Zuwendungen beantragen, die nicht monatlich, sondern jährlich berechnet werden. Dazu zählt zum Beispiel die Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege, die Sie in Anspruch nehmen können, falls die Pflegekraft einmal krank ist oder eine Auszeit braucht. Je nach Pflegegrad und pflegender Person erhalten Sie dafür das 1,5-fache Pflegegeld (zwischen 474€ und 1.351,50€) oder aber bis zu 1.612€ pauschal. Wenn aufgrund von Umbaumaßnahmen im Haus oder bei Urlaubsreisen der Pflegebedürftige eine Zeit lang in einem Heim betreut werden muss, haben Sie ebenfalls jährlich Anspruch auf bis zu 1.612€ pauschal für die Kurzzeitpflege. Die Leistungen für Kurzzeit- oder Verhinderungspflege können Sie für bis zu acht Wochen im Jahr in Anspruch nehmen.

Gut zu wissen: Unabhängig vom Pflegegrad können Pflegebedürftige bei Bedarf zudem Mittel für folgende Leistungen erhalten:

Alle Leistungen der Pflegekasse im Überblick:

weiter

Wie erhält man einen Pflegegrad?

Die Einstufung in die Pflegegrade 1 bis 5 erfolgt durch einen Gutachter. Nachdem Sie bei der Pflegekasse einen Antrag auf Erteilung eines Pflegegrads gestellt haben, kommt ein Gutachter vom medizinischen Dienst Ihrer Krankenversicherung (bei gesetzlich Versicherten) oder von der Firma Medicproof, dem medizinischen Dienst der privaten Krankenversicherung zu Ihrem hilfebedürftigen Angehörigen nach Hause.

Ausführliche Informationen zu den Pflegegraden und Tipps zum Umgang mit dem Gutachter finden Sie hier:

Pflegegrade

Sinvolle Ergänzungen zu den Leistungen der 24 Stunden Pflege

Der Begriff 24-Stunden-Pflege hat sich im Sprachgebrauch zwar durchgesetzt, aber er ist irreführend. Denn auch wenn eine polnische Pflegekraft mit Ihrem Angehörigen gemeinsam unter einem Dach lebt, kann sie natürlich nicht 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche arbeiten. Das deutschen Arbeitsrecht sieht auch für Pflegekräfte aus dem EU-Ausland eine 40-Stunden vor vor.
Siehe auch: Unterbringung, Arbeitszeiten, Pausen und Urlaub einer 24-h-Pflegekraft

Die Verhinderungspflege biete die Möglichkeit, die Pausen der Betreuungskraft mit Hilfe von Verwandten, Freunden oder Nachbarn auszugleichen.

Alternativ gibt es professionelle Anbieter, die sich um die stunden- oder tageweise Betreuung Pflegebedürftiger kümmern, zum Beispiel ambulante Pflegedienste oder qualifizierte Alltagsbegleiter. Hier kommen Kosten von ca. 15-30€ pro Stunde zuzüglich Anfahrtskosten auf Sie zu.

Sie können Ihren Angehörigen auch für ein paar Stunden oder tageweise in Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege unterbringen, die je nach Pflegeaufwand und Region sehr unterschiedliche Beträge berechnen. Die durch diese Formen der Betreuung entstehenden Kosten können Sie mit dem Entlastungsbetrag (bei Pflegegrad 1) oder durch Beträge aus der Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege (ab Pflegegrad 2) refinanzieren.

Pflegekosten und Elternunterhalt – Wer zahlt das eigentlich alles?

Die Pflege eines Menschen, der sich nicht mehr selbst versorgen kann, ist aufwendig und kostet meist viel Geld. Oft haben Menschen für den letzten Abschnitt ihres Lebens gut vorgesorgt, beziehen Rente, haben Geld angespart und besitzen vielleicht sogar eine Immobilie. In solchen Fällen ist eine Pflege im eigenen Zuhause in der Regel problemlos finanzierbar.

Hat jemand kein Vermögen und nur eine kleine Rente, springt das Sozialamt ein und übernimmt die Grundsicherungskosten, die nicht von der Pflegekasse abgedeckt werden. Unter Umständen kann das Amt sich einen Teil dieser Kosten von den Kindern des Pflegebedürftigen zurückholen, denn das Gesetz besagt: »Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren« (BGB §1601).

Unterschiedliche Behandlung häuslicher und stationärer Pflege

Leider übernimmt das Sozialamt die Restkosten für die Pflege nur bei der Unterbringung des Pflegebedürftigen in einem Seniorenheim. Bei der häuslichen Pflege muss der Betroffene und ggf. dessen Kinder für den Differenzbetrag aufkommen, sofern entsprechendes Einkommen oder Vermögen vorhanden ist. Wie viel die Kinder tatsächlich zahlen müssen, hängt von deren Einkommen, Vermögen und familiärer Situation ab.  Niemand muss im eigenen Leben unzumutbare Abstriche machen, um die Pflege seines Vaters oder seiner Mutter zu finanzieren. Auch Unterhalt und Unterstützung eigener Kinder haben Vorrang vor der Unterstützung der Eltern.

Einen Überblick zum Thema Elternunterhalt inkl. zweier Rechenbeispiele finden Sie in diesem kurzen Video des Deutschen AnwaltVereins.

Dort findet sich auch ein Elternunterhaltrechner

Tipp – Auszeit und Finanzhilfen für die Pflege

Wird ihr Angehöriger pflegebedürftig, haben Sie ein Anrecht darauf, eine Zeit lang beruflich kürzer zu treten, um sich um ihn zu kümmern und/oder eine dauerhafte Pflegelösung zu organisieren.

Pflegezeit

Für bis zu sechs Monate haben Sie Anspruch auf Teilzeit oder eine komplette Freistellung im Job. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie in einem Unternehmen mit mindestens 15 weiteren Beschäftigten angestellt sind und der pflegebedürftige Verwandte mindestens Pflegegrad 1 hat. Für den Verdienstausfall gibt es zinslose Darlehen (s.u.).

Familienpflegezeit

Für bis zu zwei Jahre haben Sie Anspruch auf Teilzeit im Job, um zu pflegen. Wie in einem Sabbatical können Sie dabei Ihren Lohn über einen längeren Zeitraum strecken. Voraussetzung ist, dass Sie in einem Unternehmen mit mindestens 25 weiteren Beschäftigten angestellt sind und dass der Pflegebedürftige mindestens Pflegegrad 1 hat.

Übrigens, sobald Sie Ihrem Arbeitgeber eine Freistellung nach dem Pflege- bzw. Familienpflegezeitgesetz melden, können Sie nicht mehr gekündigt werden. Der Kündigungsschutz beginnt allerdings frühestens 12 Wochen vor dem angekündigten Termin. Er endet gleichzeitig mit dem Ende der Auszeit.

Notfall: 10 Tage frei für akute Pflege

Angehörige von Pflegebedürftigen haben die Möglichkeit, bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernzubleiben, um in einer akuten Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder eine pflegerische Versorgung in dieser Zeit sicherzustellen. Für die Inanspruchnahme der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung braucht noch kein Pflegegrad festgestellt worden zu sein, jedoch muss eine Pflegebedürftigkeit vorliegen, die mindestens dem Pflegegrad 1 entspricht.

Diese Regelungen gelten gegenüber allen Arbeitgebern, unabhängig von der Größe des Unternehmens.

Pflegeunterstützungsgeld

Bei einer kurzzeitigen Arbeitsverhinderung zwecks Pflege haben Sie Anspruch auf eine Lohnersatzleistung, das sogenannte Pflegeunterstützungsgeld. Das Pflegeunterstützungsgeld wird auf Antrag von der Pflegekasse oder dem Versicherungsunternehmen des pflegebedürftigen nahen Angehörigen gewährt.

Zinslose Darlehen für die Pflege

Im akuten Pflegefall kann es schnell finanziell eng werden, vor allem, wenn das Einkommen der pflegenden Angehörigen für längere Zeit ausfällt. Für solche Fälle stellt das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zinslose Darlehen zur Verfügung. Sie werden in monatlichen Raten ausgezahlt und müssen nach Ende der Pflegezeit zurückgezahlt werden.

Details zu Auszeiten vom Job und Finanzhilfen zugunsten der Pflege Angehöriger finden Sie auf www.wege-zur-pflege.de, der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder beim Pflegetelefon des Bundesgesundheitsministeriums unter 030-20179131.

Pflegevermittlung mit Qualität – so arbeitet Mecasa

Sie suchen eine Pflegekraft für die häusliche 24-Stunden Pflege?

Pflegekraft finden