Stuttgart 12. Juni 2019

Pressemitteilung

Mecasa und DIN entwickeln ersten deutschen Standard für häusliche Betreuung

  • Neuer Standard bietet Betroffenen erstmals Orientierungshilfe im Dschungel der Betreuungsvermittlungen.
  • Win-Win: Schützt betroffene Menschen und Familien sowie Betreuer*innen vor unseriösen Anbietern.

Das Stuttgarter Pflegeunternehmen Mecasa ist der Initiator des ersten deutschen DIN-Standards für die Vermittlung häuslicher Betreuungskräfte. Zusammen mit dem Deutschen Institut für Normung (DIN) und Pflegeexpert*innen wie Frau Prof. Dr. Segmüller von der Hochschule für Gesundheit in Bochum startet ab Donnerstag der Entwicklungsprozess. „Nur durch die zertifizierte Vermittlung von Betreuungskräften aus dem Ausland haben Hilfs- und Pflegebedürftige und deren Angehörige die Chance, seriöse Anbieter von schwarzen Schafen zu unterscheiden“, sagt Oliver Weiss, Gründer von Mecasa.

Unseriöse Vermittler haben in Deutschland derzeit leichtes Spiel. Es gibt fast keine rechtlichen Vorgaben für die Vermittlung häuslicher Betreuungskräfte, die meist aus den osteuropäischen EU-Ländern zu uns nach Deutschland kommen. „Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, stehen die Angehörigen regelmäßig vor der Frage, welcher Vermittlung sie vertrauen können. Familien haben kaum eine Chance Qualität zu überprüfen geschweige denn eine Möglichkeit Betreuer*innen vorab kennenzulernen“, sagt Mecasa Geschäftsführer Oliver Weiss. „Das Gütesiegel soll diesen Menschen helfen, die schwarzen Schafe der Branche zu erkennen. Wir arbeiten schon seit 2018 an diesem Projekt.“

Konkret geht es beim geplanten DIN-Standard darum, klare Vorgaben und Abläufe für den Vermittlungsprozess zu definieren. Diese sollen am Ende zu mehr Transparenz für Familien und für Betreuungskräfte führen. „Die Familien müssen sich darauf verlassen können, dass benötigte Kompetenzen – beispielsweise in Bezug auf das Deutschlevel – tatsächlich auch vorhanden sind. Andersherum benötigen die Betreuer*innen verlässliche Informationen über die Situation vor Ort“, so Weiss. Aber auch Unternehmen wie Mecasa können profitieren. Für sie bietet der Standard die Möglichkeit, sich durch die Zertifizierung von unseriösen Anbietern klar abzugrenzen.

Neben Mecasa und dem Deutschen Institut für Normung (DIN) ist unter anderem die Bochumer Pflegeexpertin Prof. Dr. Tanja Segmüller mit an Bord. “Die Rekrutierung häuslicher Betreuungskräfte aus Osteuropa erfolgt in Deutschland derzeit mit äußerst unterschiedlicher Qualität. Das reicht von höchst sorgsamer Auswahl über mehrere Rekrutierungsstufen hinweg bis zu wahlloser Besetzung offener Stellen. Ein branchenweiter Standard hat das Potential die Qualität und Transparenz im Markt der häuslichen Betreuung deutlich zu steigern“, sagt Segmüller.


Über Mecasa

Das Stuttgarter Unternehmen Mecasa vermittelt seit dem Jahr 2017 Betreuungskräfte aus Osteuropa für die sogenannte 24h-Betreuung. Die vier Gründer Oliver Weiss, Simon Spangenberg, Dr. Benjamin Krill und Jan Müntinga gründeten das Unternehmen aus den Erfahrungen mit den eigenen Eltern und Großeltern heraus. Gemeinsam mit der Universität Heidelberg und mit finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, erarbeiteten sie ein psychologisches Zuordnungssystem, dass Betreuungskräfte und Pflegebedürftige auf zwischenmenschlicher Basis aufeinander abstimmt. Für diesen Ansatz wurde das Stuttgarter Jungunternehmen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) zum Europasieger der Inclusive Innovation Challenge gekürt.


Bei Rückfragen erreichen Sie das Mecasa Team unter presse@mecasa.de. Geschäftsführer Oliver Weiss erreichen Sie telefonisch unter 0174 – 477 35 85.